Öffentl. Programm
 

Öffentl. Samstagsführung

Katastrophales Basel

Stadtrundgang zum Thema Tod, Schrecken und Untergangsstimmung
mit Benoît Hilber
Samstag, 06. Mai 2017, 10:30 Uhr

 

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AGENDA • Öffentliche Veranstaltungen

 

Zweiter Weltkrieg: Orte der Erinnerung

Eine Reise durch das Basel der Jahre 1933-45

Samstag, 29. April 2017, 10:30 Uhr mit Benoît Hilber
Preis/Person: CHF 20.00
Verfügbarkeit: Anmeldefrist abgelaufen. Tickets am Treffpunkt nach Verfügbarkeit.

Die Hakenkreuzflagge flattert im Wind am Turm des Badischen Bahnhofs, als das schrille Pfeifen eines einfahrenden deutschen Zuges die Morgendämmerung durchdringt. Ein Teil der vierzehn Menschen, die dem Zug entsteigen, tragen den leuchtend gelben Judenstern. Sie werden von den deutschen Beamten zur Grenze geführt und gelangen so – endlich – in den sicheren Hafen Basels. Diese Männer und Frauen sind nun in Sicherheit. Sie haben eine unglaubliche Geschichte hinter sich: Getarnt als Spione der deutschen Abwehr auf geheimer Mission haben sie mit Hilfe von Widerstandskämpfern aus dem Kreise des Hitlerattentäters Klaus Schenk Graf von Stauffenberg, selbst den Reichsführer SS Heinrich Himmler und seine Schergen getäuscht. 
          
Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler des Deutschen Reiches ernannt. Am südwestlichsten Zipfel des Deutschen Reiches, an exponierter Lage und mit der Grenze zu Frankreich, die Stadt Basel mit ihren benachbarten Gemeinden; ein zugegebenermassen heikles Gebiet. Beschäftigt man sich mit den Jahren 1933 bis 1945 aus der Basler Sicht, so bewegt man sich bis heute ebenfalls auf heiklem Gebiet – und sei dies auch «nur» im übertragenen Wortsinne gemeint. Viele Menschen erinnern sich persönlich, vielen wurde aus dieser Zeit berichtet, manchen nicht mal mehr das. Die Zeit verschlingt die Erinnerung, deren Vergegenwärtigung doch so wichtig wäre.
    
Wie der Badische Bahnhof wurden viele Orte Basels zum Schauplatz, sie wurden Teil der Geschichte, mal an positive Erinnerung geknüpft, mal an rabenschwarze.
 
Der Stadtführer und Baselexperte Benoît Hilber beschäftigt sich seit Jahren fachwissenschaftlich mit dem Nationalsozialismus und setzt sich dabei intensiv mit dessen verheerenden Auswirkungen auf die Menschen, auf die Opfer und die Täter, auseinander. Die Erinnerungen von Zeitzeugen spielen dabei eine massgebliche Rolle, insbesondere um diese wieder an Orte und Plätze zu knüpfen, um diese auch in Zukunft im Bewusstsein zu halten.
    
Wie es der Titel verspricht, führt dieser Rundgang durch Basel an Orte der Erinnerung, welche nicht immer mit «Schauplätzen» gleichzusetzen sind. Dabei wird historisch Fundiertes unter die Erinnerungen von Zeitzeugen gefächert, ohne dabei den Blick fürs Objektive zu verlieren. Trotzdem wird der damaligen Wahrnehmung der zum heutigen Verständnis notwendige Platz eingeräumt, denn es geht hierbei um Menschen und ihre Erinnerung, um Orte der Erinnerung.
 
Zeit: 10:30 bis ca. 12:00 Uhr 
 
Sprache: Deutsch
 
Treffpunkt: Zschokke Brunnen (beim Kunstmuseum Basel)
  
Endpunkt:  Claraplatz
 
Teilnahmegebühr (bei allen samstäglichen Stadtführungen zahlbar vor Ort): CHF 20.00 pro Person (Kinder vom 10. bis zum 16. Geburtstag: CHF 10.00)
 
Die Platzzahl ist begrenzt. Eine vorgängige Anmeldung (Reservation) bis Freitag 17:00 Uhr vor Durchführung ist in jedem Fall zu empfehlen! Es sind auch Tickets vor Ort erhältlich, jedoch mit Vorbehalt auf die Platzverfügbarkeit. Personen mit Reservation haben Vorrang. Für alle nicht angemeldeten Personen gilt: «First come, first served», oder wie man in Basel zu sagen pflegt: «Plätz het’s, solang’s het»!


Anmeldefrist abgelaufen. Tickets am Treffpunkt nach Verfügbarkeit.


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